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25.01.2010   Diese Homepage wird nicht mehr aktualisiert !!!

 

Eishockey: Pleite: EHV Wesel stellt Spielbetrieb ein (RP ONLINE, 26.01.2010)

 

Eishockey : EHV Wesel meldet Insolvenz an

       Wesel, 25.01.2010, Ralf Pollmann

Wesel. Die Lebensdauer der Weseler Eishockey-Vereine wird immer kürzer. Rund 19 Jahre und damit im Vergleich zum Nachfolgeverein EHV Wesel 2009 steinalt wurde der EHC Wesel, um dann im Frühling des letzten Jahres nach einer chaotischen Hauptversammlung nur noch die eigene Auflösung voranzutreiben.

 

Gerade mal ein halbes Jahr nach seiner Gründung im Juli ist das Aus des EHV aus finanziellen Gründen nun ebenfalls beschlossene Sache. Die Mannschaft ist aus der Verbandsliga-Aufstiegsrunde zurückgezogen worden, der Antrag auf Insolvenz wurde beim Duisburger Amtsgericht eingereicht und auf der Internetseite des Klubs heißt es vielsagend: Diese Homepage wird nicht mehr aktualisiert!

„Aus gegebenem Anlass müssen wir mitteilen dass der EHV Wesel den Verein vom Spielbetrieb abgemeldet hat. Es ist uns nicht mehr möglich, die Saison zu Ende zu spielen”, heißt es lapidar in einer Pressemitteilung des Klubs. Durch den Wegfall des kompletten Nachwuchsbereichs – zuletzt konnte auch keine Schüler-Mannschaft mehr gestellt werden – hätte der EHV 10 000 Euro Strafe an den Verband zahlen müssen. „Diese Summe ist vom Verein nicht mehr tragbar”, so die 2. Vorsitzende Nadine Tuttas.

Hinzu kommen noch rund 5200 Euro, mit denen der Klub beim Eishallenbetreiber Heinz Hoffmann in der Kreide steht sowie das Gehalt des ehemaligen Sportlichen Leiters und Trainers Zdenek Kiklhorn. „Das ist ein überschaubarer Betrag, aber ich habe noch keinen Cent gesehen”, erzählt Kiklhorn, der nun die „Hilfe eines Anwalts in Anspruch genommen” hat.

Hoffmann wie auch Kiklhorn könnten durch den Schritt des EHV-Vorstandes, das Insolvenzverfahren zu beantragen, nun gänzlich leer ausgehen. Schließlich wird es mit dem aufzuteilenden Vereinsvermögen nach so kurzer Lebenszeit des Klubs kaum weit her sein, da auch vor der Saison versprochene Sponsorengelder in Höhe von 10 000 Euro nicht geflossen sind.

Dass nach der Abwicklung des EHV ein neuer Verein ins Leben gerufen wird, das schließt Nadine Tuttas aus. „Auf gar keinen Fall”, versichert sie und glaubt auch, dass es „kein Eishockey mehr in Wesel geben wird”. Weniger definitiv klingt dies hingegen bei Heinz Hoffmann, dem Hallenbetreiber und ehemaligen EHC-Vorsitzenden. „Ein neuer Klub? Das könnte sein, mal sehen”, so Hoffmann, der aber „keine Bestrebungen” habe, selbst initiativ zu werden. Unter seiner Regie trainierten bereits zehn Kinder in der Eishalle.

Von der Entwicklung um den EHV überrascht wurde Trainer Henri Marcoux. „Ich war ja auch nur da, um zu helfen”, erklärt der Deutsch-Kanadier, der das Team erst Anfang Dezember übernommen hatte. Die Zusammenarbeit mit ihm war auch nicht vertraglich fixiert.

Info

Sonder-Wechselrecht

Was wird aus den Akteuren des EHV Wesel 2009? „Die haben alle ein Sonder-Wechselrecht”, erklärt die 2. Vorsitzende Nadine Tuttas. Besonders sauer über die Entwicklung sei das Team auch nicht gewesen, da „wir von Anfang an mit offenen Karten gespielt haben”.

 



Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 11. Februar 2010

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